Menschenrechte und Demokratie. Westliche oder universelle Werte

Menschenrechte und Demokratie werden von Politikern, Wissenschaftlern und der Zivilgesellschaft in westlichen Ländern als universelle Werte der menschheit bezeichnet, die es in jedem Land durchzusetzen gilt. Kritiker aus nichtwestlichen Ländern glauben allerdings, dass diese Rhetorik nur einer neokolonialen Geopolitik geschukdet ist und verweisen u.a. auf die amerikanische Außenpolitik, insbesondere auf die Interventionen in Afghanistan und dem Irak. Einsprüche gegen die universelle Durchsetzung der Menschenrechte kommen auch von religiösen Gruppierungen, die die Ungleichheit zwischen Männern und Frauen für gottgewollt halten, und von indigenen Gruppen soiwe ethnischen Minderheiten, die Sonderrechte für sich reklamieren, um kulturelle Praktiken weiterzuführen, die mit den Menschenrechten kollidieren. Ob marginalisierte Gruppen sich einer globalen Weltordnung beugen sollen oder ihre Eigenständigkeit bewahren dürfen, gilt als umstritten.
Im Rahmen des Workshops sollen die widersprüchlichen Diskurse aus der Perspektive der jeweiligen Akteure und Akteurinnen aufgezeigt und die Komplexität der gleichermaßen kulturellen wie politischen Dimensionen des Themas beleuchtet werden.